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#totehunde – Bericht Nr. 21 Aus Schleswig-Holstein

#totehunde – Bericht Nr. 21 aus Schleswig-Holstein

Beitragsserien: Berichte 2016

Einsatz vom 10.09.2016 in Schleswig-Holstein

von Melanie Gohr aus Schleswig-Holstein

Am 10.09.16 wurde ich bei Facebook auf einen Post in einer Heider Gruppe aufmerksam.

Ein Mitglied der Gruppe berichtete über den Fund zweier Jack Russel plus einiger Welpen – an den Beinen zusammengebunden und an einem Feldweg entsorgt.
Der Post enthielt zusätzlich einige Fotos, auf denen die Tiere allerdings nicht gut zu erkennen waren. Ich bekam den Auftrag unseres Vereines und versuchte das ganze Wochenende, Kontakt zur Finderin herzustellen. Diese allerdings weigerte sich zunächst mit mir zu sprechen, da „die Polizei informiert wäre und für sie der Fall damit erledigt sei“.
Am 12.09.16 kontaktierte ich die Polizei in Heide und man versprach mir einen Rückruf. Ich versuchte es bei der Finderin erneut und appelierte an ihr Gewissen, mir doch bitte bei der Klärung und der Herkunft der Tiere zu helfen. Schliesslich könnten sie ja auch gestohlen sein. Keine Antwort.

Inzwischen war die Zeitung auf den Fall aufmerksam geworden und bat mich um eine Stellungnahme. Ich berichtete über unseren Kenntnisstand.
Herr L. von der Zeitung teilte mir mit, dass die Pressestelle der Polizei von einer Hündin ausging, die beim Gebären der Welpen verstorben sei.
Später bekam ich einen Anruf von Herrn S. der Polizei Heide. Er konnte mir den Tipp geben, dass die Tiere in der Gemeinde Neuenkirchen gefunden wurden und ich mein Glück beim zuständigen Gemeindearbeiter probieren könnte. Abends meldete sich überraschenderweise nun doch die Finderin und berichtete, dass sie fest davon überzeugt sei, dass es Jackis waren, da auch sie lange Jahre einen besaß.
Wenn man nun alle Infos und Fotos so betrachtete, passte die ganze Geschichte vorn und hinten nicht zusammen. In unserem Verein wurde bereits vermutet, dass es sich den Bildern nach um Kaninchen handeln könnte.
Am Folgetag sprach ich Bürgermeister W. der Gemeinde Neuenkirchen auf Band. Er rief mich zurück und berichtete, dass er erst am Montag Kenntnis erhalten hatte. Und da der Bürgermeister als großer Hundeliebhaber sehr an der Klärung des Falles interessiert war, war er noch am selben Tag mit dem Gemeindearbeiter zum Fundort gefahren. Im Schutzanzug und bei 30 Grad, sortierte er alle Fundtiere auseinander. Es handelte sich hier eindeutig um 12 Kaninchen. Sein Eindruck war, dass sie aus einer Tüte heraus entsorgt wurden. Damit war auch ein Band herausgefallen, was auf den ersten Blick den Anschein machte, als wären die Tiere zusammengebunden worden. Dies war aber nicht der Fall und damit für uns der Einsatz beendet.

Ich möchte mich hier noch mal ganz besonders bei Herrn S. der Polizei Heide bedanken – ohne seinen Tipp wäre die Klärung des Falles weitaus schwieriger geworden. Und ebenfalls bei Bürgermeister W., der ein Mann der Tat ist und ebenfalls entscheidend zur Klärung beigetragen hat.
Leider wird man wohl nie herausfinden, wer sich seiner Kaninchen auf so schlimme Weise entledigt hat.

-Damit kein Hund auf der Strecke bleibt-

Sabine

(ew)

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