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#totehunde – Bericht Nr. 119 Aus Brandenburg

#totehunde – Bericht Nr. 119 aus Brandenburg

Beitragsserien: Berichte 2019

Einsatz vom 17.09.2019 in Brandenburg

Einsatzbericht Nr. 119 aus dem Team Berlin/Brandenburg von Marlies

17.09.2019 in Brandenburg

Alles fängt an wie üblich, wir bekommen einen Fall – schnell ist klar, ich werde fahren und versuchen den Hund zu identifizieren.
Ein wenig später mache ich mich auf den Weg. Die Fundstelle wurde uns von dem Finder beschrieben. Da ich mich dort jedoch nicht auskannte, fuhr ich erstmal die Straße ab. Zu meinem Entsetzen fand ich allerlei tote Tiere wie ein Reh, einen Dachs und kleinere Wildtiere. Den Fundhund konnte ich jedoch erst finden, als ich nochmals mit dem Finder telefonierte.
Mitten im Nirgendwo, eine Bundesstraße in einem Wäldchen – zu allem Übel fing es schon an dunkel zu werden.
Ich machte micht also routiniert an den Ablauf: Warnweste an, versucht einen Chip auszulesen, jedoch konnte ich auch nach mehrmaligem abscannen keinen Chip finden. Also ging es weiter mit Fotos machen, Größe ausmessen, nach Merkmalen und Besonderheiten schauen.
Nach erledigter Arbeit schickte ich erste Infos ins Team. Ernüchternd stellten wir jedoch fest, dass kein Hund mit dem passenden Aussehen vermisst wurde.
Die Hündin kam also namenlos und mit all den zusammengetragenen Infos auf die Website von Tote Hunde e.V.
Auch die weiterführende Recherche ergab nichts. Verwunderlich, denn jeder Hund muss doch irgendwo vermisst werden?!

Drei Monate später bekamen wir dann eine Nachricht über die Website mit der Vermutung, dass es die Hündin einer Bekannten sein könnte.
Es wurden Bilder abgeglichen, das gesamte Team grübelte darüber nach, ob die zugeschickten Bilder und das Fundtier zusammen passen könnten. Wir waren skeptisch und letzten Endes wurde die Besitzerin selbst gefragt. Sie identifizierte ihre Hündin.

Aber nicht die drei Monate, die von der Fundmeldung bis zum Finden der Besitzerin vergangen sind, sind das erstaunliche an diesem Fall.
Nein – denn die Hündin war seit über einem Jahr verschwunden und hatte dabei über 400 km zurückgelegt.

Unserem Team hat dieser Fall mal wieder gezeigt, dass nichts unmöglich ist und sich auch in diesem Fall unsere Arbeit lohnt, denn nur dank unserer Infos und Fotos, konnte die Hündin identifiziert werden.

Marlies
für den Verein Tote Hunde e.V.

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