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#totehunde – Bericht Nr. 42 Aus Hessen

#totehunde – Bericht Nr. 42 aus Hessen

Beitragsserien: Berichte 2017

Einsatz vom 25.06.2017 in Hessen

Einsatzbericht Hessen 25.06.2017

Einsatzbericht von Anja Kemmerzell / Team NRW

Sonntagnachmittag wurde uns durch unsere Helferin Anja Unger ein Beitrag des „Verantwortung Leben e.V.“ in das Team Hessen eingereicht. Da die zuständige Teamleitung unterwegs war, nahmen Elke Wittmann (Team Bayern) und ich (Team NRW), uns des Falles an.

In Fulda, in der Nähe des Auweihers, war ein mittelgroßer weißer Hund mit beigebraunen Flecken tot aufgefunden worden, der bereits Tage vorher wiederholt völlig verängstigt gesichtet worden war. Der Rüde wurde durch den Fuldaer Verein geborgen und zur Einrichtung gebracht, wo man vergeblich versuchte, ihn nach einem Chip abzuscannen. Die informierte Polizei verbrachte das Tier anschließend nach Neuhof zur Straßenmeisterei. Verschiedene Anrufe ergaben, dass der Hund wohl schon seit Freitag dort gelegen haben musste.

Zu diesem Zeitpunkt konnten wir leider auf keinen unserer Helfer vor Ort zurückgreifen, um diesen ggfls. nochmals hin zu schicken. Jedoch waren Stefanie und Patrik Langhammer (Team Hessen) in ihrer Funktion als Vereinsvorstandsmitglieder zeitgleich auf einer Veranstaltung in Berlin, um dort unseren Verein vorzustellen und zu präsentieren. Sie konnten auf dem Rückweg nach Hause in Fulda bei der Straßenmeisterei Neuhof vorbeifahren, um nochmals nach einem Chip zu suchen. Tatsächlich konnte ein rumänischer Chip ausgelesen werden.

Leider war der Hund nicht beim TASSO e.V. registriert. Es gelang mir jedoch, anhand dieser Chipnummer mit Hilfe einer Bekannten aus dem Auslandstierschutz, weitere Informationen herauszufinden. Die Abfrage in der rumänischen Datenbank ergab, in welchem Shelter in Rumänien der kleine Kerl gechippt worden war und wie er hieß. Er kam aus Botosani.

Nun fing die eigentliche Arbeit an: Ich versuchte herauszufinden, welcher Verein den Hund nach Deutschland verbracht hatte, wo er untergebracht worden war, wo die Adoptanten leben und wie man diese erreichen konnte. Viele Anfragen später und nach zahllosen Telefonaten, wussten wir dann zwei Tage später, dass der Hund im August 2016 nach Deutschland gekommen war und in Fulda bei seiner Für-immer-Familie gelebt hatte. Diesen war er letzte Woche in einem unglücklichen Augenblick durch die Tür entwischt und entlaufen. Verzweifelt suchten die Besitzer überall, wo sie auch mit ihm unterwegs gewesen waren, sie legten Duftspuren und hofften, dass der kleine Mann schnell gefunden werden würde. Leider mussten sie dann letztendlich erfahren, dass ihr Hund es nicht geschafft hatte und über die Regenbogenbrücke gegangen war.

Wir stellten dann noch den Kontakt zwischen dem vermittelnden Verein und dem Verein „Verantwortung Leben e.V.“ in Fulda her und damit war dann unsere sehr traurige Arbeit getan.

Ich möchte einmal ganz herzlich allen Menschen danken, die mir bei der Aufklärung dieses Falles geholfen haben.

Anja Kemmerzell

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