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#totehunde – Bericht Nr. 75 Aus Rheinland-Pfalz

#totehunde – Bericht Nr. 75 aus Rheinland-Pfalz

Beitragsserien: Berichte 2018

Einsatz vom 22.02.2018 in Rheinland-Pfalz

Einsatzbericht Nr. 75 von Ina Schmidt für das Team Rheinland-Pfalz

A63 vom 22.02.2018

Ich habe an diesem Abend um 22.45 Uhr einen Anruf von der Polizei bekommen. Es gab einen Unfall auf der A63 bei Freimersheim mit einem Hund, wodurch dieser ums Leben kam. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nebenbei noch weitere Gespräche mit einer anderen Polizeidienststelle wegen einem toten Hund in Bayern. Dank Elke, die wie immer mit Rat und Tat zur Seite stand, konnte man das gut zusammen koordinieren.

Ich setzte mich ins Auto und fuhr los. Es war eisig kalt und es ging ein starker Wind. Mit der Polizei hatte ich vereinbart, dass ich sie zehn Kilometer vor dem Unfallort anrufe, damit sie dann zum Absichern dazu kommen können. Ich war noch auf der A60, als Elke mich informierte, dass ein weiteres Tier auf der linken Fahrspur auf der A63 bei Klein Winternheim liegen würde. Ich rief die zuständige Autobahnpolizei an. Diese lächelte und sagte (weil der Abschnitt mich mittlerweile gut kennt): „N’abend Frau Schmidt, sie sind ja schneller als wir. Wir sind gerade unterwegs dort hin.“ Da ich vor ihnen war sagte ich dann, wenn ich was sehe, gäbe ich Rückmeldung. Wir verblieben, dass sie mich ebenfalls kontaktieren würden, sollten sie einen Hund vor Ort auffinden. Ich erklärte kurz, dass ich ein Stück weiter müsste, da ihre Kollegen von der anderen Leitstelle dort einen toten Hund gemeldet hätten und ich mich erst einmal um diesen Fall kümmern müsste.

Erneut rief ich die Polizei an und teilte den Beamten mit, dass ich in Kürze vor Ort wäre. Wie besprochen sicherten sie die Stelle ab. Mittlerweile war es schon 0.20 Uhr (Anfahrtsweg 100 Kilometer). Der Polizist sagte mir, dass der Kleine nicht mehr gut aussehen würde, leider bestätigte sich seine Aussage. Mehrere Versuche den Chip zu finden schlugen fehl. Die arme Maus war demnach nicht gechippt oder zumindest konnte man keinen Chip mehr finden. Ich machte ein paar mehr oder weniger magere Fotos und redete mit den Beamten, ob es bitte möglich sei, dass die Maus noch bis morgen Vormittag da liegen bleiben dürfte, damit vielleicht eine Kollegin im Hellen bessere Fotos machen könnte. Die Beamten waren sehr freundlich und hilfsbereit und es kam ein „Na klar, Sie kommen ja auch immer gleich, wenn wir Sie anrufen.“ Das freute mich, weil so der Verein wieder ein paar motivierende gute Worte bekam.

Ich machte mich auf den Heimweg und war um 02.00 Uhr total durchgefroren zuhause. Am anderen Morgen schrieb ich mit Nastasia und dann mit Carolin, beide sind ebenfalls Helfer des Teams Rheinland-Pfalz. Caro bot sich gleich an hinzufahren, um bessere Bilder zu machen. Hier mal ein Dankeschön an Caro. Ich gab ihr die Telefonnummer und sie traf sich gegen 15.00 Uhr mit den Beamten und machte super Fotos. Dann ging die Recherche los. Man versuchte anhand der Bilder den Besitzer raus zu bekommen. Ein ensprechender Suchaufruf kam auf die FB-Seite und die Homepage unseres Vereins.

Dort ging dann auch via PN eine Nachricht ein, die lautete: Hund ist beim Besitzer. Ich schrieb die Melderin privat an und sie erklärte mir, dass es der Hund der Nachbarin sei und der Hund Hummel hieß. Sie benachrichtige zuvor ihre Nachbarn und diese holten ihre Maus nach Hause. An dieser Stelle wünscht der ganze Verein der Familie viel Kraft.
Hummel, RUN FREE ❤

Gerne würde ich hier an dieser Stelle mal erwähnen, dass Elke mich die halbe Nacht am Telefon begleitete, Bilder sofort bearbeitete und auch die Kommentare für mich geschrieben hat, was während der Fahrt für mich nicht möglich war. In Bayern, wie auch in Rheinland-Pfalz, hat sie tatkräftig unterstützt.

Auch ein Dankeschön an die Autobahnpolizei, die uns immer benachrichtigt und sich immer freut, wenn der Verein so schnell zur Stelle ist. Danke für das Absichern und das Vertrauen, welches unserem Verein gegenüber erbracht wird.

An Caro: Danke, dass du gleich los bist und tolle Bilder gemacht hast 🙂

Mich persönlich hat es sehr traurig gemacht zu sehen, wie viele Hunde in der letzten Zeit wieder den Tod auf der Autobahn, der Bundesstraße oder in den Gleisen gefunden haben. Da diese Art von Arbeit einem oft sehr nahe geht, ist der einzigste Trost, wenn man die Familie der Fellnasen finden kann, so dass sie mit Würde gehen können. Danke an alle die geholfen haben, ‚Hummel‘ ihren Namen zu geben.

Ina Schmidt für das Team Rheinland-Pfalz

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