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Gastartikel – Stress beim Hund

Ein Gastbeitrag von Dr. Sam

Was Stress bei Hunden auslöst, wie man ihn erkennt und behandelt

Hunde können genauso wie Menschen in den verschiedensten Situationen unter Stress stehen. Dies kann zur Folge haben, dass sie in eine angespannte Körperbereitschaft versetzt werden und Unwohlsein verursacht wird. Alles Dinge und Gefühle, welche man seinem Vierbeiner am liebsten ersparen möchte. Wie man also die Anzeichen und die Körpersprache des Tieres richtig deutet und dadurch auf Stressauslöser reagieren kann, um sie zu mindern, erfährst Du hier.

Was genau versteht man unter Stress?

Hunde befinden sich vor allem unter Stress, wenn sie auf unbekannte Situationen stoßen. Dies ist eine ganz natürliche Reaktion des Körpers, als Antwort auf etwas Neues oder auf eine ungewohnte Umgebung. Allerdings lässt sich Stress in eine positive und negative Art unterteilen. Er wird speziell bei sportlich intensiven Aktivitäten als positiv empfunden, da durch Ausschüttung bestimmter Stresshormone der Hund Bestleistungen erzielen kann. Diese Form löst aber keine gesundheitlichen Folgen oder Beschwerden aus. Anders ist es bei negativem Stress, welcher besonders in nicht artgerechten Situationen vorkommt. Die erhöhte Menge von Adrenalin, welche darauf vom Körper bereitgestellt wird, versetzt das Tier in Alarmbereitschaft. Für den Hund heißt es also instinktiv Flucht oder Angriff. Denn sollte er von selbst aus diesen Stress nicht bewältigen können, sind aggressives und unkontrolliertes Verhalten mögliche Folgen. Deshalb ist es sehr wichtig bereits im Welpenalter den Vierbeiner kontinuierlich an immer mehr Stresssituationen zu gewöhnen, damit dieser besser damit umgehen und auf beigebrachte Stressbewältigungsmethoden zurückgreifen kann.

Was sind Auslöser bei Hunden?

Da Hunde unseren Alltag anders wahrnehmen und erleben als wir Menschen, können wir manche Stressreaktionen des Tieres nicht nachempfinden und ihn daher im Vorhinein nicht davor schützen. Deshalb ist es umso wichtiger, die Körpersprache des Vierbeiners zu kennen, um rasch darauf reagieren zu können und ihm den Stress so gut wie möglich zu ersparen. Jeder Hund empfindet natürlich jede Situation unterschiedlich. Dennoch gibt es ein paar Faktoren, welche auf viele Tiere stressauslösend wirken. Speziell für Hund, welche die Stadt nicht sonderlich gewohnt sind, können große Menschenmassen und ungewohnte Geräusche, wie Sirenen oder starker Straßenverkehr, negative Auswirkungen haben. Das Benutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln kann genauso dazugehören. Hunde können auch auf fremde Menschen und Tiere im eigenen Revier stressempfindlich reagieren. Ist der Vierbeiner es nicht gewohnt, alleine zu Hause zurückgelassen zu werden, können ihn Einsamkeit und Verlustängste beschäftigen. Eine weitere typische Situation wäre eine Veränderung der bekannten Umgebung, verursacht durch einen Umzug. Stress kann des Weiteren noch Schlafmangel, Panik und im schlimmsten Fall psychische Probleme auslösen. Daher darf man ihn unter keinen Umständen unterschätzen.

Wie reagieren Hunde auf Stress?

Da die Reaktion sehr vom Charakter des Hundes abhängt, können somit auch die Anzeichen sehr variieren. Von Magenproblemen, über Appetitlosigkeit bis hin zu Unruhe, kann alles dabei sein. Auch hier gilt wieder auf die Körpersprache des Hundes zu achten, um bestenfalls die Auslöser zu erkennen und den Hund vor solchen Situationen zu bewahren. Allerdings muss man aufpassen, dass man manche Symptome nicht gleich auf eventuellen Stress schiebt, da so schwerwiegende Probleme unerkannt bleiben können. Beispielsweise kann Appetitlosigkeit beim Hund auch etwas mit Schmerzen beim Kauen und Schlucken zu tun haben und sollte unbedingt untersucht werden. Weitere Anzeichen können vermehrter Speichelfluss, eine eingezogene Rute, Zittern, angespannte Muskeln, eine geduckte Körperhaltung oder Winseln sein. In schlimmen Situationen kann der Hund sogar ein selbstverletzendes Verhalten aufweisen oder Gegenstände aggressiv beschädigen. Sollten also solche Anzeichen auffallen, müssen sie unbedingt im Auge behalten werden.

Wie kann man den Stress abbauen?

Wenn sich bei einem Hund Anzeichen von Stress bemerkbar machen, die Symptome aber mit der Zeit nicht abnehmen und man daher einen Verdacht auf langanhaltenden Stress hat, sollte umgehend eine ärztliche Beratung involviert werden. Denn hier gibt es unbedingt abzuklären, ob eine ernsthafte Erkrankung auszuschließen ist. Hier bietet sich vor allem die Möglichkeit eines online Tierarztes an, da man dem Hund zusätzlichen Stress mit dem Aufsuchen einer Arztpraxis erspart. Durch eine genaue Schilderung der Symptome können eventuelle Auslöser gefunden und Stressbehandlungsmethoden besprochen werden. Sollte die stressgebende Situation bekannt sein, kann man gemeinsam mit dem Vierbeiner durch Training daran arbeiten, diese anders zu empfinden und ihm somit die Angst davor zu nehmen. Dies erfordert eine Menge Geduld und dem Hund muss ebenso ein Gefühl von Sicherheit und Vertrauen gegeben werden. Wenn solche Maßnahmen nicht anschlagen, kann man auch zu homöopathischen Beruhigungstropfen greifen. Beliebt sind dabei beispielsweise Baldrian- oder Bachblütentropfen, welche überhaupt nicht gesundheitsschädigend sind.

Fazit

Da sich allein der Alltag des Menschen stressauslösend auf einen Hund auswirken kann, sollte man bestmöglich probieren ihn vor solchen Situationen zu bewahren, um ihm die Angst zu nehmen und das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten. Achte daher immer auf die Körpersprache des Hundes für ein besseres Verständnis und Nachempfinden seiner Reaktionen. Es gibt verschiedene Methoden damit sich ein Tier an bestimmte Stressoren gewöhnen kann, unter anderem auch Beruhigungstropfen. Bei Unsicherheiten der Symptome sollte ein Tierarzt mit einbezogen werden, um mögliche Erkrankungen ausschließen zu können.

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Chip-Pflicht in Deutschland

(Stand: Februar 2017)

Baden-Württemberg: Tätowierung, Chip-Pflicht nur für "gefährliche Hunderassen"
Bayern: Tätowierung, keine Chip-Pflicht
Berlin: Chip-Pflicht für alle Hunderassen
Brandenburg: Chip-Pflicht nur für Hunde deren Widerristhöhe mindestens 40 cm beträgt oder die mehr als 20 kg wiegen, sowie als gefährlich eingestufte Hunde
Bremen: Chip-Pflicht nur für "gefährliche Hunde"
Hamburg: Chip-Pflicht für alle Hunde ab dem 3. Lebensmonat
Hessen: Chip-Pflicht für "gefährliche Hunde"
Mecklenburg-Vorpommern: Chip-Pflicht für "gefährliche Hunde". Alternativ wird auch eine tätowierte Zuchtregister-Nummer anerkannt.
Niedersachsen: Chip-Pflicht für alle Hunde, die älter als 6 Monate sind
Nordrhein-Westfalen: Chip-Pflicht nur für "gefährliche Hunde"
Rheinland-Pfalz: Chip-Pflicht für "gefährlichste Hunderassen"
Saarland: Chip-Pflicht für "gefährliche Hunderassen"
Sachsen: keine Chip-Pflicht.
Sachsen-Anhalt: Chip-Pflicht für alle Hunde, die älter als 6 Monate sind
Schleswig-Holstein: Chip-Pflicht für gefährliche Hunde
Thüringen: Chip-Pflicht