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Tote Hunde e.V. - Bundesweit im Einsatz

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Einsatzbericht

#totehunde – Bericht Nr. 1 aus Brandenburg

Beitragsserien: Berichte 2015

Einsatz am 08.11.2015 in Brandenburg

Heute beginnen wir unsere Reihe mit Einsatzberichten mit einen Bericht unserer Melanie Jobs aus Brandenburg. Die Berichte dürfen gerne geteilt werden, damit auch die Öffentlichkeit mehr über unsere Arbeit erfährt.

Euer Team von Tote Hunde


Mein Einsatz – und wie ich ihn erlebte

Am 08.11.15 einen Sonntag, erhielten wir den Hinweis einer Sichterin, das an der Landstraße L 74 zwischen 15755 Egsdorf und Waldeck ein toter Hund liegt.

Der Hinweis kam am späten Nachmittag und die Sichtung war gegen 15:00 Uhr. Ich setzte mich sofort ans Telefon und versuchte die zuständige Dienststelle zu erreichen. Wie so oft gestaltete es sich nicht als allzu einfach. Da sich keine Dienststelle für den Ortsteil zuständig fühlte wurde ich stets an andere Stellen weitergeleitet. Dann nahm ich Kontakt mit der Sichterin auf um noch genauere Hinweise zu bekommen. Sie beschrieb mir den Fundort und erwähnte das sie die Polizei informierte. Um zu erfahren ob der Hund noch Vorort liegt, musste ich die zuständige Dienststelle finden. Also weiter gings. Endlich. Nach etlichen Telefonaten hatte ich die Dienststelle am Hörer die den Hinweis des toten Hundes zur Bearbeitung erhalten hat. Da es ( Gott sei Dank ) ein Sonntag war und die Strassenmeistereien geschlossen hatten, konnte der Beamte den Entsorgungsauftrag nur auf den AB sprechen. Somit konnte der Hund also noch dort liegen. Die Polizei selber war nicht Vorort sondern gab den Auftrag wie gesagt nur weiter. Zwischenzeitlich gingen andere Mitglieder die Vermisstenmeldungen durch. Anhand des mitgeschickten Bildes konnte schnell der zutreffende Vermisste aus Teupitz über Tasso Suchmeldungen gefunden werden. Ich setzte mich ins Auto und fuhr sofort los. Nach 40 min. Fahrtweg hatte ich den Fundort erreicht. Nachdem ich den Chip auslesen konnte rief ich bei Tasso an um den Halter zu ermitteln. Leider bestätigte sich unser Verdacht des vermissten Hundes aus Teupitz. Tasso informierte dann den Besitzer und ich wartete Vorort, bis dieser eintraf.

Die völlig fassungslose Besitzerin konnte es nicht begreifen. Es folgten Umarmungen und tröstende Worte. Die Besitzerin sollte in diesen furchtbaren Moment der Erkenntnis, ihren Hund verloren zu haben nicht alleine sein. Ich stand glaube ich zwanzig Minuten mit ihr am verstorbenen Hund. Sie war total aufgelöst aber ich merkte, das ihr meine Anwesenheit gut tat. Wir transportierten den armen Hund ins Auto, eingewickelt in eine Decke. Die Besitzerin war unglaublich dankbar, das sie ihren Hund ( Rayo hieß er ) wenn auch tot, wieder Heimholen konnte. Sie, Ihr Mann und die anderen Hunde konnten in aller Würde Abschied von ihm nehmen. Er bekam ein schönes Begräbnis im heimischen Garten.

Es war mal wieder ein sehr trauriger Einsatz, der jedoch ein befriedigendes Ende fand. Ich weiß, wofür ich das hier tue und möchte damit niemals aufhören. Jenen Menschen die Ungewissheit nehmen und den Hunden ihren Seelenfrieden geben. Das ist für mich jeden Einsatz Wert.

Damit kein Hund ohne Namen bleibt!

Melanie Jobs

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