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Tote Hunde e.V. - Bundesweit im Einsatz

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Einsatzbericht

#totehunde – Bericht Nr. 17 aus Berlin

Beitragsserien: Berichte 2016

Einsatz am 27.08.2016 in Berlin

Am Samstag, den 27. August 2016 erreichte uns über den Mitarbeiter Herrn K. der Deutschen Bahn die Nachricht, dass ein Hund in Berlin Springpfuhl von einem Zug erfasst und getötet wurde.
Da es mein Einzugsgebiet ist, übernahm ich den Fall.

Die Mitarbeiter der Deutschen Bahn, die uns in der Vergangenheit schon einige Male unterstützt haben, schickten uns vorab Bilder des Hundes und wir konnten mit der Recherche beginnen. Ich gab eine Anzeige bei ebay Kleinanzeigen auf und wir telefonierten die einschlägigen Stellen ab.
Doch weder auf Facebook (z.B. bei „entlaufene Hunde Berlin Brandenburg“), noch im Tierheim, oder bei Tasso war ein solcher Hund als vermisst gemeldet.

Ein Treffen vor Ort zum Fotos machen und Chip auslesen war eigentlich für Sonntag, den 28.August geplant, doch ich kontaktierte einen der Mitarbeiter und wir verabredeten uns noch für den selben Tag.

Durch die Bilder vom Vormittag war ich darauf vorbereitet, dass mich kein schöner Anblick erwarten würde. Ich hatte kaum Hoffnung, einen (funktionierenden) Chip zu finden.
Nachdem Herr H. den Hund von den Gleisen geborgen hat, begann ich, nach einem Chip zu suchen. Es dauerte eine Weile, dann kam das erlösende Piepen. Dass es nicht so reibungslos bleiben sollte, wie es begonnen hat, stellte sich erst später heraus.
Ich rief bei Tasso an, um die Transponder-Abfrage zu machen.
Der Hund, dessen Geschlecht nicht mehr zu erkennen war, hatte nun einen Namen.
Dixon. Ein Schäferhund-Dobermann Rüde.
Die Frau am Telefon sagte mir, sie würde den Besitzer kontaktieren und ich sollte auf seinen Anruf warten.
Kurze Zeit später klingelte mein Telefon, doch es war nicht der Besitzer, sondern erneut Tasso.
Die Nummer des Besitzers sei nicht mehr aktuell, aber sie könne mir die Adresse geben.
Also notierte ich die Daten und versprach, mich zu melden, sobald ich etwas herausgefunden habe.

Da ich den Verdacht hatte, dass die Adresse eventuell auch nicht mehr stimmt, machte ich Fotos von dem Hund und dem roten Geschirr, das er trug, um anderweitig recherchieren zu können.

Am Sonntag verabredete ich mich mit einem Teammitglied bei der besagten Adresse. Wir schauten aufs Klingelschild und tatsächlich fanden wir den angegebenen Namen.
Wir beratschlagten kurz, wie wir vorgehen und klingelten.
Die Tür wurde geöffnet und wir gingen mit mulmigem Gefühl die Treppe hoch.
Uns erwartete ein Mann nicht deutscher Herkunft, was die Verständigung etwas schwierig gestaltete.
Es stellte sich heraus, dass er nicht der Besitzer des Hundes ist. Dieser hat nur ab und zu bei ihm übernachtet.
Er hat ihn seit Tagen nicht gesehen und weiß nicht, wo er sich aufhält.
Die Suche geht weiter…

Ein riesen Dank geht nochmal an Herrn K. und Herrn H. von der Deutschen Bahn. Ohne Euch würde unsere Arbeit nicht funktionieren.
Danke an Herrn H., der seine Freizeit geopfert hat, um für mich den Hund von den Gleisen zu holen.

Damit kein Hund auf der Strecke bleibt.

Joline Winter

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