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#totehunde – Bericht Nr. 18 Aus Hessen

#totehunde – Bericht Nr. 18 aus Hessen

Beitragsserien: Berichte 2016

Einsatz am 27.08.2016 in Hessen

Am Samstagmorgen, den 27.8.2016, entdeckte ich mit meinem Mann beim Hundespaziergang im Lampertheimer Wald/Heide in einem Sandloch die Oberfläche eines größeren Tierkadavers. Die Lage war direkt neben einer ehemaligen Panzerstraße, die sowohl von Radfahrern, Hundemenschen als auch Jägern und Förstern mit PKW frequentiert ist. Es schien so, als sei der Kadaver von Wildtieren oder Hunden ausgegraben worden, was dann auch in der nächsten Nacht geschah. Da nur die Rückenpartie sichtbar war, war ich mir hier noch nicht sicher, um was für ein Tier es sich handelte.

Zurück am Parkplatz verständigte ich die Lampertheimer Polizei mit der Bitte, dort einmal nachzusehen. Der Beamte wirkte leider wenig interessiert und sagte, „…dies könne vorkommen, z.B. Wild, dass ein Jäger dort abgelegt hatte…“. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass die Polizei bereits darüber informiert war. Dies sagten sie einer Bekannten, die gerade ihren Hund vermisst und dort angerufen hatte.

Da ich davon ausging, dass von dieser Stelle aus eher nichts unternommen werden würde, wandte ich mich an Tote Hunde und noch am gleichen Tag kam Nastasia Müller aus Worms und wir trafen uns vor Ort, um den Kadaver genauer zu begutachten und ggf. den Chip auszulesen. Glücklicherweise war einer vorhanden und wie sich im Nachhinein herausstellte war dieser in einem Haustierregister in der Schweiz registriert. Dies herauszufinden dauerte jedoch etwas, so dass wir am Sonntag erneut hinfuhren um den Hund vollständig auszugraben und weitere Merkmale zu sichten, sowie Fotos zu machen. Es handelte sich unseren Beobachtungen nach um einen Hund rasseähnlich Boxer, Molosser, Rottweiler. Markant waren der hervorstehende Unterkiefer sowie der Stummelschwanz.

Aufgrund des Verwesungszustandes ließen sich das Geschlecht sowie die genaue Fellfarbe nicht mehr bestimmen. Da sich die Wetterlage mit den aktuell sehr heißen Temperaturen nicht ändern würde und wir bezüglich des Seuchenschutzes aufpassen mussten, bedeckten wir den Hund anschließend wieder mit Sand.

Nachdem TH am Montag Kontakt zum Ordnungsdienst Lampertheim aufnahm, kontaktierte dieser mich noch am selben Tag, um sich den Fundort beschreiben zu lassen. Als der Herr vor Ort war, rief er erneut an, dass er dies an den Entsorgungsdienst weiterleiten würde. Angesehen hat er ihn selbst nicht, der Hund war wohl diesmal nicht ausgegraben und der Mann vom Ordnungsdienst hatte kein Equipment dabei.

Gestern, Montag 29.8., konnte dann ebenfalls über TH der aktuelle Besitzer ermittelt werden, welcher kontaktiert wurde. Ihm wäre sein Hund, jetzt mit Namen Luis, im Juni (genaues Datum konnte er nicht nennen) in Mannheim-Blumenau entlaufen. Luftlinie etwa 3 km. Gemeldet hatte er dies, außer lt. eigener Aussage beim Tierheim Lampertheim, bei keiner der zuständigen Stellen wie Tasso usw., weshalb auch keine Vermisstenanzeige vorlag. Er selbst hätte den Hund 10 Jahre gehabt und aus der Schweiz geholt, mittlerweile hat sich die Familie seit dem Verschwinden einen neuen Hund angeschafft.

Da der Besitzer den Fundort gerne noch einmal sehen würde, werde ich heute Abend, 30.8., mit ihm nochmal vor Ort sein. Bis dahin sollte der Hund auch vom Entsorgungsdienst geborgen worden sein.

Einsatz:

Katharina Reithler, Nastasia Müller

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