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#totehunde – Bericht Nr. 9 Aus Sachsen

#totehunde – Bericht Nr. 9 aus Sachsen

Beitragsserien: Berichte 2016

Einsatz vom 14.02.2016 in Sachsen

Der 9. Einsatzbericht – aus Sachsen

Von unserem Mitglied Ellen Jacob


„Die Geschichte von Deja Vu – die Malinois-Dame aus Mecklenburg…“

Am 14.02.16 zog sie in ihr neues Zuhause in Dresden. Am Abend machten die neuen Besitzer noch einen Spaziergang im Großen Garten, als das Unglück seinen Anfang nahm. Auf der Höhe der Dynamo-Trainingsanlage erschrak sich Deja vor zwei plötzlich auftauchenden Joggern und entwischte in dem sie sich rückwärts aus dem Halsband zog.

Es folgte eine hoffnungsvolle Suche, da es bis zum 17.02.16 einige Sichtungen gab! Doch eines wurde uns suchenden immer klarer: Deja ist ein Angsthund! Das zeigte ganz besonders die letzte Sichtung aus der Nacht vom 17.02. um ca. 3 – 4 Uhr nachts am Bhf. Dresden Reick. Auf die Rufe ihres Namens rannte Deja panisch davon in Richtung Heidenau den Bahndamm entlang und wurde von da an nie mehr gesehen.

Bis am 01.03.16 der Anruf eines Bundespolizisten beim Besitzer einging. Er hatte frei und las am Morgen bei einem Kaffee Dejas Suchmeldung – er erinnerte sich sofort, eine Malinois Dame am 24.02.16 in Höhe der Gardinen Fabrik Dresden Dobritz von den Schienen geborgen und sie am Bahndamm sicher abgelegt zu haben. Er nannte dem Besitzer den Bahnkilometer mit den Worten: „ich hoffe es ist nicht ihre Hündin“ – dann kam der Anruf vom Besitzer bei mir an! Er hatte alle Ämter und Anlaufstellen abtelefoniert, doch niemand hatte den Hund vom Bahndamm geborgen. Wir zogen also los, bewaffnet mit Decke, Handschuhen und einem mulmigen Gefühl im Bauch – der Schnee war frisch und fest, der Bahndamm zog sich und wir konnten keinen Hund sichten – eineinhalb Stunden suchten wir Gebüsche ab und durchstöberten die Schneedecke nach Deja, doch nichts war zu finden und so zogen wir, in Lauerstellung auf besseres Wetter, von dannen.

02.03.16: Erneuter Anruf des Polizisten beim Besitzer – es gibt keine Hinweise darauf, dass Deja vom Bahndamm entfernt wurde. Eine freundliche Hotline-Mitarbeiterin der Bahn stellte eine Verbindung zu einem Bahnmitarbeiter her, der die Hündin am Bahndamm in einem Gebüsch vergraben hat. Er sagte dem Besitzer zu, sie sofort wieder auszugraben und sie sicher in ein zugängliches Gebüsch zu verbringen! So auch geschehen. Eine gute Stunde später konnte der Besitzer seine Deja in sein Auto legen und bei dem Tierarzt einer aktiven Suchhelferin den Chip auslesen – nun war es klar: es ist Deja!

Run free kleine Deja, wir haben so gehofft dich lebend zu finden! Der Himmel hat einen neuen Stern – Deja hat noch einmal eine Reise angetreten, um in ihrer Heimat Mecklenburg beerdigt zu werden. Ich danke Rainer für die sehr gute Zusammenarbeit, die vielen Infos und das Vertrauen, welches er uns Mitsuchenden entgegen gebracht hat!

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