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Tote Hunde e.V. - Bundesweit im Einsatz

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Einsatzbericht

#totehunde – Bericht Nr. 104 aus Berlin

Berichte 2019
1. #totehunde – Bericht Nr. 99 aus Rheinland-Pfalz
2. #totehunde – Bericht Nr. 100 aus Brandenburg
3. #totehunde – Bericht Nr. 101 aus Bayern
4. #totehunde – Bericht Nr. 102 aus Baden-Württemberg
5. #totehunde – Bericht Nr. 103 aus Brandenburg
6. #totehunde – Bericht Nr. 104 aus Berlin
7. #totehunde – Bericht Nr. 105 aus Schleswig-Holstein
8. #totehunde – Bericht Nr. 106 aus Mecklenburg-Vorpommern
9. #totehunde – Bericht Nr. 107 aus Berlin
10. #totehunde – Bericht Nr. 108 aus Berlin
11. #totehunde – Bericht Nr. 109 aus Brandenburg
12. #totehunde – Bericht Nr. 110 aus Berlin
13. #totehunde – Bericht Nr. 111 aus Berlin
14. #totehunde – Bericht Nr. 112 aus Brandenburg
15. #totehunde – Bericht Nr. 113 aus Rheinland-Pfalz
16. #totehunde – Bericht Nr. 114 aus Nordrhein-Westfalen
17. #totehunde – Bericht Nr. 115 aus Hessen
18. #totehunde – Bericht Nr. 116 aus Rheinland-Pfalz
19. #totehunde – Bericht Nr. 117 aus Niedersachsen
20. #totehunde – Bericht Nr. 118 aus Bayern
21. #totehunde – Bericht Nr. 119 aus Brandenburg
22. #totehunde – Bericht Nr. 121 aus Rheinland-Pfalz
23. #totehunde – Bericht Nr. 122 aus Rheinland-Pfalz

Einsatz vom 30.01.2019 in Berlin

Einsatzbericht Nr. 104 aus dem Team Berlin/ Brandenburg vom 30.01.2019

Am 29.01. schickte Jana von ‚Entlaufene Hunde Berlin Brandenburg‘ einen Screenshot in unseren gemeinsamen Chat, von einem Besucherbeitrag von ihrer Seite, in der ein aufmerksamer Melder von einem toten Hund im Gleisbett berichtete.
Wir entschieden gemeinsam, dass es besser wäre, den öffentlichen Post zu löschen, damit niemand auf die Idee kommt, auf eigene Faust die Gleise zu betreten.
Sofort schrieb ich dem Finder und informierte ihn kurz über unsere Vorgehensweise.

Zuerst kontaktierte ich Herrn H., der bei der Deutschen Bahn arbeitet und in diesem Bereich zuständig ist. Doch leider waren die Angaben zum Fundort nicht ausreichend, um eine Bergung zu veranlassen.

Ina Schmidt, unsere Bahnbeauftragte, die ich gleich danach anrief, setzte alle Hebel in Bewegung und klemmte sich hinter ihr Telefon, um jemanden zu finden, der für uns den Bahnkilometer herausfindet.

Zwischenzeitlich beratschlagten wir in unserem Team, wer wann Zeit hätte, um den Einsatz zu übernehmen. Es fanden sich einige Helfer, die fahren könnten.

Nun hieß es warten. Ich kontaktierte erneut denn Melder und bat um eine genauere Eingrenzung des Ortes.
Dann meldete sich Ina mit dem exakten Kilometer, den ich sofort an Herrn H. weiterleitete. Er berichtete, dass seine Mitarbeiter den Hund schon gefunden hatten und aus dem Gleis geborgen haben. Allerdings lag er immernoch in einem Gefahrenbereich, den wir alleine nicht betreten durften. Leider hatte er schon Feierabend und konnte an diesem Tag nichts weiter tun. Wir verabredeten, am nächsten Tag am Morgen zu telefonieren und das weitere Vorgehen zu besprechen.

Laura war die einzige, die vor 14 Uhr (Also vor Feierabend der DB Mitarbeiter) Zeit hatte und somit beschlossen wir, dass sie sich gegen 10:30 Uhr vor Ort mit ihnen treffen könnte. Da es ihr erster Einsatz war, telefonierten wir am Abend, um den Ablauf durchzugehen und offene Fragen zu klären.

30.01. – Morgens, 7 Uhr. Herr H. berichtet mir, dass seine Kollegen den Hund jetzt sofort aus dem Gleis holen und in einer Tüte verpackt für uns sicher ablegen, wir also zum Fundort können, wann es passt.
Der Kollege übermittelte mir kurze Zeit später ein Foto des Hundes und den genauen Ablageort. Ein kurzer Blick in die Tasso-Suchmeldungen verriet uns bereits den Namen der kleinen Hündin.

Obwohl Laura noch nicht vor Ort war, kontaktierte ich Tasso. Es bestand kein Zweifel, dass es sich um die vermisste Hündin mit dem markanten Geschirr handelt.
Keine 5 Minuten später bekam ich eine SMS der Besitzerin, der ich im folgenden Telefonat anbot, mit Laura gemeinsam zum Fundort zu fahren, um in der Situation nicht alleine zu sein. Sie bedankte sich und sagte, dass es nicht nötig sei und sie mit ihrem Mann ihre Hündin nach Hause holt.
Trotzdem fuhr Laura noch einmal zum Ablageort, um die kleine Hündin in eine Decke einzuwickeln und Blumen neben sie zu legen. Die Situation ist sowieso schon schrecklich genug, wir wollten nicht, dass die Besitzer ihre Hündin in einer Plastiktüte vorfinden. Auch die Chipnummer glichen wir noch einmal ab.

Vielen Dank Laura, für deinen liebevollen Einsatz, obwohl der Besitzer eigentlich schon bekannt war.
Vielen Dank natürlich auch an die Deutsche Bahn, die wieder einmal für uns möglich gemacht hat, dem Besitzer Gewissheit zu geben.
Und auch einen riesen Dank an den Melder, ohne den wir auf den Hund wahrscheinlich gar nicht aufmerksam geworden wären.

Joline Winter
Tote Hunde e.V.

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