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#totehunde – Bericht Nr. 110 Aus Berlin

#totehunde – Bericht Nr. 110 aus Berlin

Beitragsserien: Berichte 2019

Einsatz vom 06.04.2019 in Berlin

Einsatzbericht Nr. 110 aus unserem Team Berlin/Brandenburg

06.04.2019

Gegen 18 Uhr, als ich gerade auf dem nach Hause weg bin, klingelt mein Handy. In der Vorschau sehe ich, dass es unser Gruppenchat aus dem Team Berlin ist, also halte ich kurz an und gucke, worum es geht. Es wurde ein toter Chihuahua gemeldet, bei Maps schaue ich nach dem Standort und da es für mich nur ein Umweg von 5 Minuten ist, fahre ich direkt dort hin.

Vanny nimmt inzwischen Kontakt zur Melderin auf, die mich vor Ort auch schon erwartet. Beim Eintreffen sehe ich ein Polizeiauto und denke, dass sicherlich jemand die Polizei gerufen hat wegen des Hundes. Doch es fährt an der Melderin und am Hund vorbei.

Ich begrüße sie und stelle mich kurz vor, sie hilft mir dabei den Hund zu drehen, um nach einem Chip zu gucken. Die Nummer auf dem Display verrät, die kleine Hündin ist gechippt.
Nachdem das Polizeiauto das dritte Mal vorbei fährt, spreche ich den Beamten an. Er wurde tatsächlich wegen des Hundes gerufen, hatte ihn aber wohl nicht gesehen. Ich erzähle ihm, dass die Hündin gechippt ist und, dass ich nun Tasso anrufen werde. Da er Tasso nicht kennt, erkläre ich ihm kurz, was es damit auf sich hat. Er notiert sich alles und packt derweil die Hündin in eine Kadavertüte.

Ewige Warteschleife. Nach langem Warten habe ich den Tassomitarbeiter am Hörer. Er bestätigt, dass es sich um eine Chihuahuahündin handelt, die allerdings nicht als vermisst gemeldet ist. Trotzdem versucht er sofort die Besitzer zu erreichen und bittet mich, auf deren Anruf zu warten.
Nachdem er sie leider nicht sofort erreicht und das Ganze etwas dauert, nimmt der Polizist die Hündin mit, um sie zu entsorgen. Die Polizei hat leider keine Lagerungsmöglichkeiten. Da die Hündin auf Grund des Autounfalls auch ziemlich schlimm aussieht, denke ich, es ist wahrscheinlich sogar besser, wenn die Besitzer sie nicht mehr sehen. Das Wichtigste ist, dass sie die Gewissheit haben.

Ich fahre nach Hause. Kurz nachdem ich zu Hause ankomme, klingelt mein Telefon. Eine Frau berichtet mir, dass ihr die kleine Hündin gehört hatte und sie sie vor kurzem abgeben musste. Dass sie entlaufen war, wusste sie nicht. Ich spreche ihr mein Beileid aus und bitte sie, die neuen Besitzer zu informieren.

Schnell rufe ich noch den Beamten an und berichte, wie der Stand der Dinge ist.
Ebenso informiere ich unser Team, wo alle Helfer im Hintergrund mitfiebern. Unsere Arbeit ist getan.

Run free kleines Mädchen

Joline Winter
Tote Hunde e.V.

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