Überspringen zu Hauptinhalt
Tote Hunde e.V. - Bundesweit im Einsatz

Für Sie vor Ort erreichbar: Unsere regionalen Ansprechpartner!

#totehunde – Bericht Nr. 105 Aus Schleswig-Holstein

#totehunde – Bericht Nr. 105 aus Schleswig-Holstein

Beitragsserien: Berichte 2019

Einsatz vom 04.02.2019 in Schleswig-Holstein

Einsatzbericht Nr. 105 aus dem Team Hamburg / Schleswig-Holstein vom 04.02.2019

Sonntagabend, kurz vorm Tatort noch einmal schnell auf das Handy schauen, insbesondere zu Facebook – da war es auch schon passiert. Die diversen Gruppen hatten schon wie ein Lauffeuer einen toten Hund im Ahrensböker Umland gemeldet. Gut, dachte ich mir, noch eine Stunde Zeit bis zum Tatort, da klemmst du dich mal dahinter.

So habe ich die Verfasserin angeschrieben, bin diversen Gruppen beigetreten, habe Telefonnummern getauscht um Details zu erfragen, mit dem Fundmelder telefoniert (der nicht bei FB ist) und alles weitere dann mit der Teamleitung besprochen. Dazu kam auch noch, dass es mein erster Einsatz war, alleine! Mir ging schon der Adrenalinspiegel nach oben. Aber gut, das schaffst du auch noch 🙂

Es bremste natürlich aus, dass es Sonntagabend war, aber wir haben unser Bestes gegeben und uns dann für Montagvormittag organisiert. Maren Bredow, unsere Teamleiterin, hat für mich die behördlichen Dinge übernommen und ich habe mich auf den Weg zu meiner Tierärztin gemacht, mir den Chipreader geliehen, bin ab nach Dunkelsdorf gefahren und habe mich mit dem Finder getroffen. Dort angekommen, ging es dann über Feld und Flur, bis wir dann zum Fundort kamen. Oh je, ein Wasserschacht. Wie soll ich da nur runter kommen? Er bot mir Hilfe an, indem er einen großen Brocken hinunterwarf, damit ich ein bisschen an Höhe gewinne. Meine Sorge war nur, bitte treffe nicht den Hund, denn das wäre die größte Katastrophe! Schon schlimm genug, dass er dort elendig sterben musste… Alles ging gut, ich konnte mich gefahrenlos über den Hund neigen, oder was davon noch übrig war… Leider verlief die Suche nach einem Chip ergebnislos, aber immerhin kam ich dem Hund näher und ich konnte so zumindest ein paar kleine Details einfangen, die eventuell mal relevant sein könnten.

Nun dann, Auftrag erledigt. Ich habe die GPS Daten für die Behörde angefertigt, denn er muss ja schließlich noch geborgen werden, bin zurück zum Auto, habe den Chipreader zurückgebracht, die Einsatzfotos und Details weitergegeben und bin zurück ins Leben.

Hiermit bleibt der Kleine zwar ohne Namen, aber der Einsatz war trotzdem wichtig. Und ich mache weiter, damit eben kein Hund ohne Namen bleibt.

JK für das Team Hamburg / Schleswig-Holstein

An den Anfang scrollen