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Tote Hunde e.V. - Bundesweit im Einsatz

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#totehunde – Bericht Nr. 116 aus Rheinland-Pfalz

Berichte 2019
1. #totehunde – Bericht Nr. 99 aus Rheinland-Pfalz
2. #totehunde – Bericht Nr. 100 aus Brandenburg
3. #totehunde – Bericht Nr. 101 aus Bayern
4. #totehunde – Bericht Nr. 102 aus Baden-Württemberg
5. #totehunde – Bericht Nr. 103 aus Brandenburg
6. #totehunde – Bericht Nr. 104 aus Berlin
7. #totehunde – Bericht Nr. 105 aus Schleswig-Holstein
8. #totehunde – Bericht Nr. 106 aus Mecklenburg-Vorpommern
9. #totehunde – Bericht Nr. 107 aus Berlin
10. #totehunde – Bericht Nr. 108 aus Berlin
11. #totehunde – Bericht Nr. 109 aus Brandenburg
12. #totehunde – Bericht Nr. 110 aus Berlin
13. #totehunde – Bericht Nr. 111 aus Berlin
14. #totehunde – Bericht Nr. 112 aus Brandenburg
15. #totehunde – Bericht Nr. 113 aus Rheinland-Pfalz
16. #totehunde – Bericht Nr. 114 aus Nordrhein-Westfalen
17. #totehunde – Bericht Nr. 115 aus Hessen
18. #totehunde – Bericht Nr. 116 aus Rheinland-Pfalz
19. #totehunde – Bericht Nr. 117 aus Niedersachsen
20. #totehunde – Bericht Nr. 118 aus Bayern
21. #totehunde – Bericht Nr. 119 aus Brandenburg
22. #totehunde – Bericht Nr. 121 aus Rheinland-Pfalz
23. #totehunde – Bericht Nr. 122 aus Rheinland-Pfalz

Einsatz vom 09.11.2019 in Rheinland-Pfalz

Einsatzbericht Nr 116 vom 09.11.2019 aus Rheinland-Pfalz

Es war gegen 10 Uhr morgens, als meine Teamkollegin Ina Schmidt mich anrief:
„Alex, wir haben einen Bahnfall in der Nähe von Koblenz“

Unverzüglich zog ich mich an, räumte flux mit meinem Lebensgefährten die Umzugskartons aus meinem Auto und fuhr los.
Punkt 11 Uhr traf ich am vereinbarten Treffpunkt ein und wurde dort bereits von Ina und einem sehr netten Mitarbeiter der Bahn in Empfang genommen.

Zusammen begaben wir uns in Richtung des Unglücksortes. Auf dieser Strecke in Mitten des Stadtteils Stolzenfels, werden die Bahngleise auf beiden Seiten von Schallschutzwänden eingefasst und genau dort gab es für diesen Hund keine Möglichkeit mehr, dem nahenden Zug am Vorabend zu entkommen.
Zusammen mit Ina bereitete ich mich auf den bevorstehenden Einsatz vor, denn um eine Identifizierung vornehmen zu können, mussten wir den Hund zuerst aus dem Gefahrenbereich bergen. So ließen wir unsere Reader vor der Zugangstür in der Schallschutzwand zurück und betraten, nach einer kurzfristigen Gleisperrung durch die Bahn, gemeinsam mit dem Bahnmitarbeiter das Gleisbett.
Mit Handschuhen und Müllbeutel ausgestattet, verschafften wir uns einen Überblick über den Unglücksort. Details dazu ersparen wir euch.
Schnell fotografierte Ina noch den Kopfbereich des Hundes, damit wir später Vermisstmeldungen abgleichen können, falls der Hund nicht gechippt sein sollte.
Als wir fertig waren hieß es, den großen und schweren Schäferhundmix nun aus dem Gefahrenbereich zu schleppen, sodass der Zugverkehr wieder freigegeben werden konnte.

Endlich wieder zurück auf der Straße, suchten wir nun mittels unserer Chipreader durch den geschlossenen Sack nach einem Chip – und wir hatten Glück, es piepste.
Zuerst gab Ina alle Einzelheiten an unsere Elke aus Bayern weiter, die zwischenzeitlich nach passenden Suchmeldungen im Netz recherchierte. Ich übernahm den Anruf bei Tasso, wo ich den Fund aufgab.
Da wir an der Straße natürlich nicht ungesehen blieben, gesellte sich bald eine nette Anwohnerin zu uns, die berichtete, dass dieser Hund am Vorabend bereits auf der angrenzenden B 9 unterwegs war und dort auch einen Polizeieinsatz ausgelöst hatte. Direkt kontaktierte ich mit diesen Informationen die Polizeidirektion in Koblenz und eine freundliche Beamtin versprach, den Vorgang herauszusuchen und mich zurückzurufen. Nur wenige Minuten später kam der Rückruf und der Einsatz wurde bestätigt und auch, dass die Halterdaten hinterlegt seien. Sie übernahm den Anruf bei den Besitzern und gab diesen meine Handynummer – Sekunden später hatte ich die Besitzer am Telefon und wir vereinbarten, dass wir am Fundort auf sie und ihren Mann warten, damit sie ihre Maus wieder zu sich holen und sie nach ihren Möglichkeiten bestatten können.

Aus Respekt gegenüber der traurigen Besitzer, endet unser Einsatzbericht an dieser Stelle.
Was uns bleibt, ist ein Gefühl der Erleichterung, weil wieder ein verunglücktes Tier nach Hause darf und seine Besitzer Gewissheit erhalten haben.

Wir wünschen den Besitzern viel Kraft für die kommende schwere Zeit.

Danke liebe DB, dass ihr uns auch in diesem Fall wieder die Möglichkeit eingeräumt habt, diesem Hund seinen Namen zu geben.

Danke Ina, für deine unermüdliche Arbeit für den Verein. Kein Weg ist dir zu weit, bei Tag und Nacht. Und auch danke Elke, dass du im Hintergrund bundesweit als Ansprechpartner zur Recherche stets zur Verfügung stehst.

Für das Team Rheinland-Pfalz,
Alexandra Bungert

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