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#totehunde – Bericht Nr. 65 Aus Rheinland-Pfalz

#totehunde – Bericht Nr. 65 aus Rheinland-Pfalz

Beitragsserien: Berichte 2018

Einsatz vom 01.01.2018 in Rheinland-Pfalz

Einsatzbericht Nr. 65 von Nastasia Müller aus dem Team Rheinland-Pfalz von der A61, Dorsheim

Heute morgen, am 01.01.2018, kam über Facebook im Team Hessen eine Meldung über einen tot gefundenen Hund rein. Der Post wurde umgeleitet in das Team Rheinland-Pfalz und so rief ich die zuständige Autobahnpolizei an, die mir mitteilte, dass es sich um einen kleinen Terrier handelte. Wir machten nach mehreren Telefonaten aus, dass ich mich ohne Polizeischutz auf den Weg machen kann.

Also fuhr ich zum Rastplatz Trollwiese, um dort mein Auto abzustellen. Währenddessen erreichte mich von der Autobahnpolizei die Info, dass in der Gegend ein kleiner Hund vermisst wird. Danach rief mich Stefanie Langhammer an, um mir selbiges mitzuteilen. Also fuhren wir mit einem unguten Gefühl weiter. Während der Fahrt tauchte plötzlich eine Regenbogenbrücke auf, Wasser kam von oben und im Radio lief „send me an angel“. Ich war echt den Tränen nahe. Dann kamen wir am Rastplatz an.

Wir stellten das Auto ab und liefen hinter der Leitplanke los, auf einem unbefestigten Grasweg, der zwischen 30 und 50 cm breit war, total uneben und rechts neben uns fiel der Abhang 30 m steil ab. Plötzlich war da ein kaputter Gullydeckel (zum Glück war es hell) und nach ungefähr 500 m erreichten wir den Hund. Es war ein weißer Terrier, ein kastrierter Rüde. Wir fotografierten ihn und lasen den Chip aus. Er hatte einen – der erste Lichtblick. Ich legte ihn wieder ordentlich hin und wir gingen zum Auto zurück.

Dort angekommen, informierte ich die Autobahnpolizei, Stefanie Langhammer, die mir sagte, dass der gesuchte Hund mittlerweile zu Hause ist und rief bei Tasso an. Der Hund war registriert und hieß Linus. Tasso informierte die Besitzer, die sich mit mir in Verbindung setzten. Herr W., der Besitzer, rief mich an und wir machten aus, dass er zum Rastplatz kommt und ich mit ihm den Hund gemeinsam berge. Ich bat ihn, etwas zum Transport mitzubringen. Wir warteten – kurze Zeit später fuhr ein Auto vor.

Ein Pärchen stieg aus und die Frau fing sofort an zu weinen. Ich sagte ihm, er möge bitte gleich die Autobahnpolizei anrufen, sie baten darum, zwecks einer Unfallaufnahme und ich gab ihm mein Handy. Dann gingen wir los, wieder den Weg am Abgrund entlang. Ich legte Linus in seine Transportkiste und verabschiedete mich von ihm mit dem Worten: „Mach’s gut Großer, jetzt kommst du nach Hause.“ Sein Frauchen war komplett fertig.

Wieder am Auto, bedankten sie sich herzlich und ließen eine Spende da. Es war ein schrecklicher Jahresanfang. Komm gut im Regenbogenland an, kleiner Linus!

Nastasia Müller
für Tote Hunde e.V.

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