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#totehunde – Bericht Nr. 70 Aus Brandenburg

#totehunde – Bericht Nr. 70 aus Brandenburg

Beitragsserien: Berichte 2018

Einsatz vom 02.01.2018 in Brandenburg

Einsatzbericht Nr. 70 von Petra Drescher aus unserem Team Berlin / Brandenburg

Am 02.01.2018 erreichte mich ein Anruf von meiner Teamkollegin Melanie Jobs, dass ein Hund tödlich durch einen Zug verunglückt sei.
Da der Fundort ca. 30 km von mir entfernt war, verabredete ich mit Melanie ein Aufsuchen des Ortes nach meiner Arbeitszeit.
Zwischenzeitlich versuchte Melanie nähere Informationen zu bekommen.
Zu Hause angekommen, plante ich in Eile den Einsatz.
Ich bekam folgende Info von einem Bahnmitarbeiter: größerer Hund – eventuell Boxer, wahrscheinlich schlechter Zustand, sowie den genauen und sicher zugänglichen Ablageort.
Vielen Dank an dieser Stelle für die Kooperation an die Bahn.

Es durchfuhr mich wie ein Blitz, denn erst vor einigen Tagen wurde ich gebeten, nach einem vermissten ungechippten Boxer namens Freda in der Nähe zu suchen.
Zeitgleich erreichte mich aber ebenfalls eine neue Suchmeldung von Tasso zu einem weiteren vermissten Boxer aus dieser Umgebung.
Nun konnte erst die Begutachtung des verunglückten Tieres Gewissheit bringen.
Auf dem Weg zum Einsatzort wurde noch organisiert, dass unser Teammitglied Beate Wilhem mich begleiten soll, um unsere Arbeit vor Ort kennen zu lernen.
Am Einsatzort in Hohen Neuendorf angekommen, erwartete mich schon unsere Helferin Beate.
Nach kurzer Einweisung liefen wir die ca. 20 m zum Ablageort neben den Gleisen, welchen wir schon von Weitem anhand von 2 blauen Säcken mit Halsband darauf sahen.
Jetzt erahnten wir was uns erwartete.
Mit grummeligem Gefühl, öffneten wir die Säcke und begannen unsere Arbeit: Fotos machen, nach eventuellem Chip suchen, alles an weiteren sachdienlichen Informationen aufnehmen, um dem Hund seinen Namen zu geben und dem Besitzer die Gewissheit.
Diese arme Seele war gechippt, denn der Reader schlug an.
Somit konnte ich die ungechippte Freda sofort ausschließen.
Nach dem Vergleich der Nummer des Chips auf der Tasso-Suchmeldung und nochmaliger telefonischer Abfrage bei Tasso, erhielten wir die Gewissheit: es war die gesuchte Hündin Ellie.

Tasso informierte den Besitzer, welcher mich kurz darauf via Anruf kontaktierte.
So erfuhr ich, die Hündin war erst 4 Jahre jung und ist am Vortag beim Spielen entlaufen.

Wir legten den Hund mit den blauen Säcken in eine Seuchenschutztüte, die wir von einem Tierkrematorium bereitgestellt bekommen haben, packten das Halsband oben auf und der letzte Weg nach Hause begann.
Dem Besitzer und seiner Familie wünschte ich viel Kraft für die kommende schwere Zeit.
Somit war auch dieser traurige Einsatz beendet.

Ruhe sanft, kleine Ellie ❤

Petra Drescher für den Tote Hunde e.V.

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