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#totehunde – Bericht Nr. 73 Aus Sachsen

#totehunde – Bericht Nr. 73 aus Sachsen

Beitragsserien: Berichte 2018

Einsatz vom 23.02.2018 in Sachsen

Einsatzbericht Nr. 73 von Ina-Doreen und Thomas Hofmeister für das Team Sachsen

23.02.2018, 23:50 Uhr
Anruf der Autobahnpolizei Reichenbach:
VKU mit Hund (verstorben) auf der A 72, ca. 300m nach der ASS Treuen in Fahrtrichtung Hof. Die Kollegen sind noch vor Ort.

Mein Mann und ich fuhren sofort hin. Die Polizei empfing uns bekanntermaßen freundlich – wir hatten bereits in einem vergangenen Fall mit dieser Besetzung gearbeitet. Das geschädigte Fahrzeug war ebenfalls noch vor Ort, da es nicht mehr fahrbereit war. Die völlig aufgelöste Fahrerin war bereits von ihrer hinzugerufenen Mutter abgeholt worden, der Vater war stattdessen da geblieben.

Der große Hund lag am Rand und sah, im Vergleich zum Fahrzeug der Geschädigten, relativ unbeschadet aus. Nachdem ich das neon-grüne Halsband entfernte, auf dem keine Nummer stand und an dem auch keine Plaketten befestigt waren, scannte ich ihn mit meinem Minireader ab. (Memo an mich: Ein Halo-Lesegerät kommt auf den nächsten Wunschzettel. Ich fand zwar bisher immer einen Chip mit dem Mini, doch bei diesem dichten langen Fell, war es schon etwas mühsam.) Nach einiger Zeit ertönte das erlösende Piepsen. Mein Mann fotografierte das Display mit der Chipnummer und ich schaute mir noch kurz den Hund etwas genauer an und machte Fotos.

Wir besprachen kurz das weitere Vorgehen mit den Beamten und ich rief den Tasso e.V. an. Er war registriert, jedoch lag keine Halterfreigabe vor. So bat ich den Mitarbeiter vom Tasso e.V., mich bitte in jedem Fall binnen der nächsten Minuten zurück zu rufen, sollte die Halterin nicht erreichbar sein. Doch es dauerte nicht lange und ich hatte die traurige Besitzerin am Telefon. Da es sich um einen VKU handelte, gab ich nach wenigen Worten das Telefon gleich an den Beamten weiter, damit er alles mit ihr besprechen und notieren konnte.

Der Australian Sheppard-Collie-Mix wohnte eigentlich in Bayern und war hier in der Nähe, über 400km entfernt von zu Hause, in einer Pension zur Urlaubsbetreuung. Der Betreuer war bereits seit einer Weile unterwegs, um nach ihm zu suchen. Der Hund wird morgen von der Autobahnmeisterei in das Depot verbracht, von wo aus ihn der Betreuer oder die Besitzerin abholen können, um sich von ihm zu verabschieden und ihn beizusetzen oder kremieren zu lassen.

Wir wünschen der Besitzerin viel Kraft für die kommende schwere Zeit. Auch möchte ich an dieser Stelle der Fahrerin alles Gute wünschen und dass sie den Schock schnell überwindet!

Wieder konnten wir Besitzern die Ungewissheit nehmen und einem Hund seinen Namen zurück geben. Mach’s gut Caramba!

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