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#totehunde – Bericht Nr. 39 Aus Berlin

#totehunde – Bericht Nr. 39 aus Berlin

Beitragsserien: Berichte 2017

Einsatz vom 16.05.2017 in Berlin

Einsatzbericht Berlin 16.05.2017

Einsatzbericht 16.05.2017

Am Morgen des 16.05.2017 erhielt ich einen Anruf von dem DB Mitarbeiter Herrn K.
Es gab mal wieder einen Totfund auf den Gleisen und da ich nicht zur Arbeit musste, machten wir ein Treffen eine Stunde später in der Nähe des Fundortes aus.
Ich packte meine Einsatzsachen zusammen und machte mich langsam auf den Weg.
Als ich eintraf, warteten Herr K. und seine Kollegen bereits auf mich.
Da ich auf Grund des unwegsamen Geländes selbst mit meinem Auto nicht zum Fundort fahren konnte, stellte ich es beim Treffpunkt ab und wir fuhren gemeinsam noch ein Stück mit dem Dienstfahrzeug, bis zur angegebenen Stelle.

Bis dahin war weder Rasse, noch Geschlecht bekannt und es war auch nicht sicher, ob es sich um einen Fuchs oder einen Hund handelte.
Dank der Zusammenarbeit mit Entlaufene Hunde Berlin Brandenburg und ersten Recherchen in unserer Arbeitsgruppe sammelten wir schon einige Vermisstenmeldungen aus der näheren Umgebung. Danke für Eure großartige Hilfe jedes Mal. Auch unter meinem Post in unserer regionalen Facebookgruppe wurde bereits angeboten, Telefonrecherche zu übernehmen, falls nötig. Vielen Dank an Marika Jurgeit.
Nicole Lehmann erinnerte sich, dass in ihrer Umgebung zwei Suchplakate von vermissten Hunden hängen und bot an, falls der Hund nicht gechipt ist, diese nochmal genauer anzugucken.

Als wir beim Fundort eintrafen, mussten wir ein wenig suchen, da der Hund schon von den Gleisen genommen wurde und im Gebüsch lag. Auf den ersten Blick war ich mir nicht sicher, um welche Rasse es sich handelt. Ich schätzte Terrier und schrieb meinen Verdacht und die Farbe des Hundes in unsere Einsatzgruppe.
Da der Hund bereits stark verwest war, war die Suche nach dem Chip nicht sehr einfach. Auch der Kopf und das Geschlecht waren nicht mehr zu erkennen.
Nachdem ich den Hund gedreht hatte, fand ich dann aber relativ schnell einen Chip.
Währenddessen hatte ich schon zwei Bilder von vermissten Terriern bekommen und zu Lilly, einer seit März 2017 vermissten Tibet Terrier Hündin passte auch das Halsband.
Ich kontaktierte den Tasso e.V. für die Tranponder Abfrage und es bestätigte sich der Verdacht. Leider erreichte Tasso die Besitzerin nicht und auch bei Entlaufene Hunde Berlin Brandenburg war nur die angegebene Telefonnummer hinterlegt.
Ich bat Vanessa Geltner von Entlaufene Hunde Berlin/Brandenburg der Besitzerin per Facebook zu schreiben, dass sie sich dringend bei mir melden soll, da sonst die Entsorgung des Hundes veranlasst werden müsste.

Wir verpackten Lilly in eine Tüte und die Mitarbeiter der DB setzten mich wieder bei meinem Auto ab. Dort legten wir Lilly ins Gebüsch und ich blieb noch vor Ort, um auf den Anruf der Besitzerin zu warten.
Nach ca. einer halben Stunde rief sie mich an. Ich teilte ihr die traurige Nachricht mit und fragte sie, wie sie weiter verfahren möchte. Ich bot an, dass wir eine Bestattung veranlassen können, über die Tierbestattung „Portaleum“, welche in solchen Fällen mit uns zusammen arbeitet.
Vielen Dank an Petra Drescher, die den Kontakt für uns hergestellt hat und uns so die Möglichkeit gibt, den Besitzern eine Bestattung zu ermöglichen, ohne, dass sie selbst den Hund abholen müssen.

Wenig später trafen die Mitarbeiter des Portaleum ein, um Lilly abzuholen. Das Halsband nahm ich mit nach Hause, damit die Besitzerin es symbolisch aufheben, oder vergraben kann.
An dieser Stelle nochmal mein Aufrichtiges Beileid und viel Kraft für die kommende Zeit.

Danke auch, wie immer an Herrn K. und seine Kollegen, die es uns möglich machen, Totfunde an den Gleisen zu identifizieren, bevor sie namenlos entsorgt werden.

Joline Winter
Tote Hunde e.V.

Damit kein Hund ohne Namen bleibt!

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