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Tote Hunde e.V. - Bundesweit im Einsatz

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Einsatzbericht

#totehunde – Bericht Nr. 59 aus Thüringen

Berichte 2017
1. #totehunde – Bericht Nr. 30 aus Baden-Württemberg
2. #totehunde – Bericht Nr. 31 aus dem Saarland
3. #totehunde – Bericht Nr. 32 aus Berlin
4. #totehunde – Bericht Nr. 34 aus Berlin
5. #totehunde – Bericht Nr. 35 aus Berlin
6. #totehunde – Bericht Nr. 36 aus Berlin
7. #totehunde – Bericht Nr. 37 aus Berlin
8. #totehunde – Bericht Nr. 38 aus Rheinland-Pfalz
9. #totehunde – Bericht Nr. 39 aus Berlin
10. #totehunde – Bericht Nr. 40 aus Rheinland-Pfalz
11. #totehunde – Bericht Nr. 41 aus Rheinland-Pfalz
12. #totehunde – Bericht Nr. 42 aus Hessen
13. #totehunde – Bericht Nr. 43 aus Bayern
14. #totehunde – Bericht Nr. 44 aus Baden-Württemberg
15. #totehunde – Bericht Nr. 45 aus Berlin
16. #totehunde – Bericht Nr. 46 aus Berlin
17. #totehunde – Bericht Nr. 47 aus NRW
18. #totehunde – Bericht Nr. 48 aus Berlin
19. #totehunde – Bericht Nr. 49 aus Berlin
20. #totehunde – Bericht Nr. 50 aus Berlin
21. #totehunde – Bericht Nr. 51 aus Hessen
22. #totehunde – Bericht Nr. 52 aus Berlin
23. #totehunde – Bericht Nr. 53 aus Bayern
24. #totehunde – Bericht Nr. 54 aus NRW
25. #totehunde – Bericht Nr. 55 aus Rheinland-Pfalz
26. #totehunde – Bericht Nr. 56 aus Brandenburg
27. #totehunde – Bericht Nr. 57 aus Rheinland-Pfalz
28. #totehunde – Bericht Nr. 58 aus Rheinland-Pfalz
29. #totehunde – Bericht Nr. 59 aus Thüringen
30. #totehunde – Bericht Nr. 60 aus Rheinland-Pfalz
31. #totehunde – Bericht Nr. 61 aus Brandenburg
32. #totehunde – Bericht Nr. 62 aus Sachsen

Einsatz vom 14.11.2017 in Thüringen

Einsatzbericht Nr. 59 vom 14.11.2017 aus dem Team Thüringen von Ina-Doreen Hofmeister

Am Vormittag des 14.11. erhielt ich in unserem Vereins-Chat eine Meldung von Stefanie Langhammer, dass in Thüringen zwischen Zeulenroda-Triebes und Mehla ein toter Hund mit Halsband im Graben liegt. Da auf die Schnelle keine weiteren Informationen zu bekommen waren, jedoch die Strecke zwischen den beiden Orten nur 3,6 km beträgt, fuhren mein Mann und ich ohne nähere Angaben los.

Bereits 50 m nach dem Ortsausgangsschild von Triebes sahen wir ihn im rechten Graben liegen. Wir hielten in der nächsten Einfahrt, zogen unsere Warnwesten über und begaben uns mit Lesegerät, Handy, Handschuhen und Gliedermaßstab zur Fundstelle.

Nach den ersten allgemeinen Fotos des Hundes in dem Graben, durch welchen ein schmaler Bachlauf führte, scannte ich nach einem Chip und musste nicht lange auf das Piepsen warten. Da leider erfahrungsgemäß viele ausländische Chips (erkennbar an den ersten Zahlen der Chipnummer) nicht oder nur veraltet registriert sind, fertigten wir gleich weitere Detailfotos von den Ballen, Krallen und dem Zahnstand an, nahmen die Maße und schauten nach dem Geschlecht.

Am Auto wieder angekommen, rief ich gleich den Tasso e.V. an und gab die Chipnummer durch. Treffer – er war im Ort registriert, jedoch noch nicht vermisst gemeldet. Die Mitarbeiterin wollte gleich versuchen, die Besitzer zu erreichen und mich dann zurückrufen. Meine Rufnummer gab ich zur Weitergabe frei und wir wollten erst einmal warten, ob sie jemanden erreicht, bevor wir nach Hause fahren. Es dauerte nicht lange, bis mein Handy klingelte und eine sehr nette Frau zu mir sprach. Sie war seine Pflegestelle, bevor er zu dem jetzigen Besitzer kam und sie hielten immer Kontakt. Wir besprachen kurz den Ablauf und sie sagte aufgeregt zu, ihn sofort zu holen und zu seinem Besitzer zu bringen. Ich beruhigte sie, dass sie in Ruhe eine Wanne für den durchnässten Hund besorgen könne und vorsichtig fahren soll, wir würden gerne warten, das wäre kein Problem.

Nach ihrem Eintreffen erzählte sie uns von dem traurigen Leben von LEO. Er stammte aus Kroatien und wurde dort in erbärmlichen, verachtenden Verhältnissen ‚gehalten‘. Ein befreundetes Tierheim holte ihn dort raus – angsterfüllt und nur als Schatten seiner selbst – so kam er zu ihr in die Pflegestelle nach Deutschland. Bei ihr taute er langsam auf und auch der neue Besitzer hat ein sehr gutes Händchen für Angsthunde. Leo konnte seine letzten Jahre etwas zu sich finden und auch einen guten Weg mit seinem Besitzer und dem Zweithund gehen. Leider passieren auch bei einer noch so guten Sicherung Unglücke.

Mit einer Wanne und einer Decke liefen wir zu dem Graben, bargen ihn und verbrachten Leo in den Kofferraum. Wir unterhielten uns noch etwas und berichteten auch von unserem Vereinswerdegang und unserer Arbeit. Nach einem herzlichen Abschied überreichte uns Frau Lobenhofer noch eine Spende, welche wirklich nicht nötig gewesen wäre. Dafür bedanke ich mich auch hier nochmals auf das Herzlichste!

An dieser Stelle möchte ich mich auch gleich sehr bei Steffi Smolka und Danie Lynker bedanken, welche uns diese und auch in der Vergangenheit schon viele Meldungen zugesandt haben. Die ’stille Post‘ von Facebook macht einen Großteil unserer Arbeit erst möglich. Danke, dass Ihr in so vielen Gruppen seid und nach solchen Meldungen Ausschau haltet.

Wir konnten wieder einem Besitzer die Gewissheit über den Verbleib seines geliebten Hundes und einem Hund seinen Namen geben.

LEO – Dein Leben war für eine lange Zeit die Hölle auf Erden, bis die Pflegestelle und dein Herrchen Dir ein paar letzte schöne Jahre ermöglichten, in denen du Hund sein durftest, soweit es dir noch möglich war. Ich wünsche dir eine gute Reise und deinem Herrchen und Frau Lobenhofer ganz viel Kraft für die kommende schwere Zeit!

Ina-Doreen Hofmeister
für das Team Thüringen des Tote Hunde e.V.

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