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#totehunde – Bericht Nr. 50 Aus Berlin

#totehunde – Bericht Nr. 50 aus Berlin

Beitragsserien: Berichte 2017

Einsatz vom 02.09.2017 in Berlin

Einsatzbericht Nr. 50

von Petra Drescher aus dem Team Berlin/Brandenburg vom 02.09.2017 in Borgsdorf bei Berlin

Am späten Nachmittag des 01.09. bekam ich via WhatsApp die Nachricht „Toter Hund im Gleis am S-Bahnhof Borgsdorf“. Umgehend setzte ich mich mit der Melderin in Verbindung, welche jedoch leider nicht mehr vor Ort war, sie hatte es nur durch Rufe der Fahrgäste mitbekommen, wie sie mir mitteilte. Um an weitere Informationen zu gelangen, telefonierte ich rum und fand jemanden, der zum Bahnpersonal ging und dieses um weitere Angaben bat. Leider konnte man dort nicht helfen. Wiederum telefonierte ich und fand eine Freundin, die sich bereit erklärte, nachzuschauen. Spät in der Nacht bekam ich eine Rückmeldung von Ihr, sie habe den Hund entdeckt, welcher mitten im Gleis lag und von einem öffentlichen Weg aus zu sehen war, etwa 200 m vom Bahnhof entfernt. Nun war ein Entschluss klar, ich muss morgens zum Fundort, um die Lage selbst zu begutachten und zu agieren. Wiederum verabredete ich mich mit der Melderin und meiner Freundin, denen der Fall auch nahe ging.

Wir trafen uns dann am Morgen und gingen zu dem Ort, von welchem man den Hund sah. Nun ging es erst richtig los, das erste Foto zur Dokumentation wurde gemacht und dann setzte ich mich mit verschiedenen Stellen telefonisch in Verbindung, unter anderem der Bundespolizei, Sicherheit S-Bahn usw. – doch niemand konnte helfen. Nein, ich gebe nicht auf, der Hund muss dort weg. Also weiter telefonieren. Endlich sagte man mir, es käme ein Bahnmitarbeiter, der den Hund bergen werde, da ich auf die Gefahr hinwies, die Besitzer könnten ihn sehen und auf das Gleis gehen, um ihren Hund zu holen.

Der Hund wurde dann endlich geborgen, einen Dank an dieser Stelle an den Bahnmitarbeiter. Nun konnte ich endlich den Hund begutachten und alles dokumentieren. Er war gechippt und nach einem Anruf bei Tasso auch registriert auf einen Verein. Dieser meldete sich dann bei mir und versprach, den Besitzer zu informieren. Nicht lange darauf meldete sich der Betreuer des Hundes, leider waren die Besitzer im Urlaub. Ich überbrachte ihm die traurige Nachricht und gab ihm die zwei Möglichkeiten: entweder den Hund holen oder über das Portaleum bestatten. Sie wählten das Portaleum, wo der Hund dann am Nachmittag eintraf. Da mich diesmal der Fall sehr berührte und ich in aller Arbeit vergaß, nach dem Namen des Hundes zu fragen, wendete ich mich noch einmal an den Verein. So erfuhr ich: Klein Punki, vermittelt vor einem Monat aus Spanien, ein kleiner Yorki-Malteser-Mix.

Getreu unserem Motto: Damit kein Hund ohne Namen bleibt
Ruhe sanft!

Petra Drescher für den Tote Hunde e.V.

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