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#totehunde – Bericht Nr. 60 Aus Rheinland-Pfalz

#totehunde – Bericht Nr. 60 aus Rheinland-Pfalz

Beitragsserien: Berichte 2017

Einsatz vom 23.10.2017 in Rheinland-Pfalz

Einsatzbericht Nr 60 von Brigitte Manges aus Rheinland-Pfalz

Am 23.10.2017, kurz vor 17:00 Uhr, erhielt der Verein ‚Tote Hunde e.V.‘ eine Meldung über einen toten Hund auf der A6 zwischen Frankenthal und Ludwigshafen.
Ein Anruf bei der zuständigen Autobahnpolizei ergab, dass eine Streife bereits vor Ort ein Tier mit rotem Halsband, also einen Hund, vorgefunden und dessen Reste dann in den Grünstreifen zur Abholung durch die Strassenmeisterei am nächsten Morgen abgelegt hat.

Nachdem Ina Schmidt den Beamten der Autobahnpolizei nochmals ausdrücklicher erklärte, dass es zwecks Identifizierung, Gefahrenabwendung und Wildfrass wichtig ist, den Hund heute noch zu begutachten, konnte ich mich auf den Weg zur Autobahnpolizei machen. Dort fuhr ich dann mit der Streife an die Stelle am Kreuz Frankenthal-Nord und fand einen stark beschädigten kleinen Hundekörper vor, der nur durch sein rotes Geschirr als solcher noch erkennbar war.

Nachdem ich erst das Geschirr vorsichtig vom Körper entfernte, konnte ich den Hund in seine eigentliche Form bringen und somit, angefangen am Kopfbereich, nach einem Chip suchen, der letztendlich nach einigen Versuchen, im hinteren Drittel angezeigt wurde. Am Kopf könnte ich lediglich seine beiden schwarzen Ohren, am sonst eher hellbraunen Körper, erkennen.

Plötzlich erschien eine Frau, aufmerksam geworden durch das Blaulicht, aus der Böschung und war vollkommen aufgelöst, als sie uns und den Hundekörper sah. Sie sei gerade mit ihrer Freundin auf der Suche nach deren Hund, der 2 Stunden zuvor plötzlich verschwunden war. Die eigentliche vermutete Besitzerin war ebenso vor Ort, unterhalb der Böschung, nur baten wir, die Polizei und ich, diese nicht an die Fundstelle zu holen, denn den Anblick wollten wir ihr ersparen. Tasso war vor Ort erstmal nicht erreichbar, die Freundin fragte die vermutete Besitzerin, ob ihr Hund ein weinrotes AniOne-Geschirr trug. Nach Rückkehr bestätigte sie uns das Geschirr, hatte auch das Handy der Besitzerin dabei und zeigte mir ein Bild des vermissten Hundes. Nachdem auf dem Bild zu ersehen war, dass es ein weißer Hund mit leicht schwarzer Tüpfelung, aber eine Seite vom Ohr bis zur Nase schwarz war, schaute ich mir den auch stark beschädigten Kopf nochmal an und konnte erkennen, dass auch hier die eine Seite mehr dunkles Fell als nur das Ohr selbst aufwies. Hier war dann schon zu 98% klar, dass es sich tatsächlich um den gerade vermissten Hund handelte. So wurde uns dann von der Freundin auch Name und Tel. Nr. der vermuteten Besitzerin genannt.

Die Streife informierte umgehend die Leitstelle, die zwischenzeitlich auch schon von der Besitzerin kontaktiert wurde. Wir berieten noch mit der Freundin, wie vorzugehen ist, wenn die Besitzerin ihren Hund zuhause beerdigen möchte und ich versprach, Tasso noch zu kontaktieren, um eine 100%ige Sicherheit zu erhalten und auch die Polizei entsprechend zu informieren, was ich dann auch tat.
Leider war es Nele, die sich wenige Stunden zuvor durch einen unbemerkt defekten Karabinerhaken und auch unbemerkt von Frauchen, von der Leine löste, anscheinend dann panikartig, auf der Suche nach Frauchen, auf die Autobahn lief.

Es tut mir und allen Beteiligten vor Ort so leid, dass die kleine Nele es nicht geschafft hat. Sie musste sicherlich nicht leiden, dennoch hat es alle vor Ort sehr bewegt.

Am nächsten Tag holten wir, die Freundin und ich, Nele ab, um sie im Garten der Freundin zu beerdigen, so dass sie noch eine schöne Ruhestätte bekommen wird.

R.I.P. kleines Mäuschen… und den Besitzern wünschen wir ganz viel Kraft.

Brigitte Manges für das Team RLP

(ab)

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